Die Brüder Löwenherz Wiki
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Orwar war ein Mann aus dem Heckenrosental in Nangijala.

Biografie

Im Heckenrosental und in der Katlahöhle

Orwar leitete den geheimen Widerstandskampf gegen den Tyrannen Tengil. Eines Tages aber wurde er gefangen genommen und in die Katlahöhle gebracht, damit Katla ihn bekommen sollte, um ihn zu töten. Die Taube Paloma brachte Sophia die Botschaft, die Sophia sehr traurig machte. Sophia hatte gerade Besuch von den Brüdern Karl und Jonathan Löwenherz. Deshalb beschloss Jonathan, ins Heckenrosental zu reiten, um Orwar zu befreien. Laut ihm war Orwar sogar noch wichtiger als Sophia und ohne Orwar wäre es wohl aus mit Nangijalas grünen Tälern. Seit Orwars Gefangennahme leitete Matthias den geheimen Widerstandskampf gegen Tengil. Bei ihm versteckte sich Jonathan und auch Karl, nachdem er sich auf die Suche nach Jonathan gemacht hatte. Karl beschloss, mitzukommen, wenn Jonathan versuchte, Orwar zu befreien.

Befreiung

Die Brüder ritten nach Karmanjaka zur Katlahöhle. Katla sah sie und brüllte, was ein Warnzeichen war, das bis zu Tengils Burg hinauf zu hören war. Deshalb mussten Karl und Jonathan weiter reiten, damit Tengils Soldaten sie nicht entdeckten. Sie versteckten ihre Pferde in einer Felskluft unterhalb des Katlabergs. Danach beschloss Jonathan, einen anderen Weg in die Katlahöhle zu finden, da es das Bronzetor schon gegeben hatte, als Katla noch geschlafen hatte und Tengil die Katlahöhle schon damals als Gefängnis benutzt hatte. Schließlich befanden sie sich über der Felswand mit dem Bronzetor. Drei Tengilmänner standen dort und spielten mit Würfeln. Ein vierter kam mit einem leeren Essnapf. Die Tengilmänner sprachen darüber, dass Katla noch an diesem Abend auf Orwar wartete. Karl und Jonathan kehrten traurig zu ihren Pferden zurück. Sie glaubten, es sei zu spät, um Orwar noch helfen zu können. Aber dann kam ein Fuchs aus der Katlahöhle. Jonathan fand den Eingang und Karl und Jonathan betraten die Grotte, obwohl Jonathan Karl anbot, bei den Pferden zu warten. In der Katlahöhle war es sehr dunkel. Sie mussten kriechen und zum Teil schwimmen. Einmal fiel Karl beinahe in einen Abgrund, aber Jonathan rettete ihn. Allerdings verlor Karl dabei eine Fackel. Sie kamen durch einen sehr engen Gang in eine große Höhle, in der sie Orwar fanden. Nachdem Jonathan gesagt hatte, wer er war und warum er gekommen war, kam jedoch ein Tengilmann durch das Bronzetor. Karl weinte. Der Tengilmann stellte eine Laterne in Orwars Käfig und kündigte ihm an, dass die Schwarzen Schergen schon unterwegs seien, um ihn zu Katla zu bringen.

Flucht aus Karmanjaka

Es gelang den Brüdern, Orwars Käfig zu zerstören. Jonathan schleppte Orwar in den Bereich, aus dem die Brüder gekommen waren. Doch dann hörten sie das Tor quietschen und versteckten sich. Mehrere Tengilmänner mit Laternen kamen und merkten, dass Orwar geflohen war. Jonathan führte Orwar durch den Gang, während Karl kaum genug Kraft hatte, sich selbst aus dem Gang zu schleppen. Die Tengilmänner brachten Bluthunde mit, doch diese trauten sich nicht, Karl, Jonathan und Orwar zu verfolgen. Als sie bei Grim und Fjalar ankamen, war es schon Morgen. Alle drei schliefen erschöpft ein. Erst Abends wurden sie wach und Jonathan meinte, dass sie aus Karmanjaka raus mussten, bevor es dunkel wurde. Orwar konnte es kaum fassen, dass er frei war und bedankte sich bei Jonathan und Karl für seine Rettung. Außerdem erzählte Jonathan ihm von Sophia, Matthias und dem Verräter Jossi, wozu Orwar meinte, dass es nie gesühnt oder verziehen werden konnte, was Jossi getan hatte. In einem Bach wuschen Karl, Jonathan und Orwar Schmutz und Blutspuren ab. Als sie weiter reiten wollte, sahen sie sechs Tengilmänner auf sie zukommen. Die drei ritten auf ihre Feinde zu, deren Anführer der zuvor von Jonathan gerettete Park war. Orwar gab Karl und Jonathan als Gefangene aus. Park und seine Männer ritten zuerst weiter, doch dann überlegten sie und Park rief, er wolle sich die Gefangenen näher ansehen. Orwar, Jonathan und Karl ritten schnell davon, doch Park und sein Trupp verfolgten sie. Nun wussten sie, wen sie jagten. Park gewann immer mehr an Boden. Karl wusste, warum: Jonathan konnte nicht so schnell reiten wie alleine, weil er auf Karl Rücksicht nehmen musste. Aber er hatte eine Idee: Hinter einer Biegung, wo Park und die anderen Tengilmänner es nicht sehen konnten, sollte Jonathan ihn abwerfen, um schneller reiten zu können. Nachdem dies getan war, holte Jonathan Orwar ein und sie flohen weiter. Karl aber versteckte sich zuerst in einer Mulde und als Park und die anderen Tengilmänner nicht mehr zu sehen waren, in dem Weidenbaum, wo Jonathan und er gebadet hatten. Nachdem Orwar bei Matthias in Sicherheit war, wollte Jonathan Karl dort abholen. Karl fiel ein Ruderboot am Ufer des Flusses auf. Zudem sah er den Katlaberg und dachte an die Katlahöhle und wünschte sich, dass Jonathan und Orwar sicher bei Matthias ankamen.

Jossis Ende

Als es dämmerte, wurde Karl zuerst schläfrig und dann ängstlich. Plötzlich sah er aber eine Frau zu Pferd. Es war Sophia, die gleich zu ihm kam. Bei ihr waren Hubert und Jossi. Dies entsetzte Karl, weil Jossi der Verräter war. Sophia erklärte Karl, dass Jossi Hubert und ihr zeigen wollte, wo man am besten die Mauer für den Kampf durchbrechen konnte. Aber Karl wusste es besser: Jossi wollte die beiden in eine Falle locken. Deshalb fragte er Sophia, wie es der Taube Bianca ging, woraufhin sie antwortete, dass Bianca nie aus dem Heckenrosental zurückgekehrt war. Auf Sophias und Jossis Fragen nach Jonathan antwortete Karl, dass Jonathan Orwar befreit hatte, woraufhin Jossi blass wurde, während Sophia und Hubert jubelten. Jossi wollte schnell weiter und Karl sagte, dass Jossi der Verräter war. Er entschuldigte sich auch bei Hubert für seinen falschen Verdacht, aber Sophia und Jossi wurden wütend, denn Sophia glaubte Karl nicht. Doch da fiel Karl etwas ein und er rief Jossi zu, er solle den anderen zeigen, was er auf der Brust hatte. Jossi wurde so bleich, dass es auch Sophia und Hubert merkten. Zuerst befahl Hubert, dann Sophia, dass Jossi ihnen seine Brust zeigen sollte. Als Sophia auf Jossi zuging, stieß er sie mit dem Ellbogen weg. Daraufhin packte Sophia Jossi, riss sein Hemd auf und entdeckte das Katlazeichen. Jossi wollte fliehen, aber Hubert vertrat ihm den Weg zu seinem Pferd, sodass Jossi ins Ruderboot sprang und Sophia drohte, sie hart zu bestrafen. Er versuchte zu rudern, aber er wurde ins Wasser geschleudert. Karl weinte und wollte Jossi retten, obwohl er ein Verräter war. Es gab aber keine Rettung mehr für Jossi, er versank und kam zum Karmafall.

Der große Kampf

Jonathan, Orwar und Matthias besprachen in Matthias' Küche den großen Kampf. Abends kamen die Menschen zum Matthishof, um Orwar und Jonathan zu sehen. Sie konnten den Kampf kaum abwarten, da Tengil nach Orwars Flucht noch grausamer geworden war als zuvor. Auch aus dem Kirschtal kamen viele Kämpfer. Sophia und Hubert hatten ein Versteck bei Elfrida. Manchmal benutzte Sophia den Geheimgang und sprach mit den anderen über den Kampf. Dabei bedankte Sophia sich immer bei Karl für ihre Rettung und Orwar bezeichnete ihn als Helden, aber dann musste Karl an Jossi im Wasser denken und wurde traurig. Außerdem begleitete er Matthias, wenn dieser in einem Rucksack Brot an die Menschen im Heckenrosental verteilte, das Sophia aus dem Kirschtal bringen ließ. Dabei sah Karl, wie sehr die Menschen im Heckenrosental litten und den Kampf herbei sehnten. Auch wenn er Angst hatte, sehnte auch er den Kampf herbei. Zum Glück bemerkten die Tengilmänner weder Jonathan und Orwar im Schlupf noch den Geheimgang.

Am Vorabend des Kampfes konnte Karl nicht schlafen und hörte Jonathan, Matthias und Orwar über den Kampf reden. Der Plan bestand darin, zuerst die Wachen am Flusstor und am Großen Tor niederzukämpfen. Durch das Große Tor sollte Sophia mit ihren Kampfgefährten ins Heckenrosental einreiten, durch das Flusstor Hubert. Dann wollten sie alle Tengilmänner besiegen und die Tore wieder schließen, bevor Tengil mit Katla kommen konnte. Die Mauer und die Tore würden das Heckenrosental dann vor Katla schützen. Außerdem wollten Sophia, Jonathan und Orwar noch am selben Abend mit Gefährten in Tengils Burg eindringen, um Tengil fertig zu machen. Katla sollte in ihrer Höhle bleiben, bis sie ausgehungert sei und man sie töten konnte. Jonathan meinte, er könne nicht töten, was Orwar und Matthias kaum verstanden. Orwar meinte, das Böse würde bis in alle Ewigkeit herrschen, wenn alle so wären wie Jonathan, aber Karl widersprach und sagte, dass es überhaupt nichts Böses gäbe, wenn alle so wären wie Jonathan.

Während des großen Kampfes tötete Orwar die Tengilmänner Kader und Dodik. Als Katla erschien, wurde es gefährlich, aber es gelang Jonathan, Tengil seine Kriegslure zu entreißen und Katla zu befehlen, Tengil zu töten. Dadurch war der Kampf entschieden.

Nach dem Kampf

Obwohl das Heckenrosental wieder frei war, weinten viele Menschen. Viele waren tot, darunter Matthias und Hubert, der nicht einmal durch das Flusstor gekommen war, weil er schon dort auf Tengil, seine Soldaten und Katla getroffen war. Orwar hatte einen Schwerthieb über den Rücken bekommen, aber er schien ihn nicht zu spüren oder sich nicht darum zu kümmern. Sophia, der nichts passiert war, kam zum Matthishof, um sich zu verabschieden, bevor sie ins Kirschtal zurückkehrte. Sie wollte Karl mitnehmen, aber er blieb bei Jonathan. Orwar bat Jonathan, dem Heckenrosental noch ein letztes Mal zu helfen, indem er Katla in ihre Höhle zurückbrachte. Jonathan tat dies, verlor aber unterwegs die Kriegslure und sie mussten fliehen. Mit einem großen Findling gelang es Jonathan, dass Katla in den Karmafall fiel, wo Karm sie tötete. Da Jonathan von einer von Katlas Flammen getroffen wurde, was zu einer körperlichen Lähmung führte, und die Brüder um den toten Matthias trauerten, entschieden sie sich dazu, in einen Abgrund in den Tod nach Nangilima zu springen. Dort würden sie gesund und froh sein und wieder bei Matthias sein. Da Tengil und Katla tot waren, brauchten Orwar und Sophia Jonathan nicht mehr.

Persönlichkeit

Orwar war ein Kämpfer. Selbst als er von seiner Zeit in der Katlahöhle sehr geschwächt war, wollte er zurück ins Heckenrosental. Er schien einen Schwerthieb auf seinem Rücken, den er im großen Kampf abbekam, nicht zu spüren oder sich nicht darum zu kümmern. Laut Karl brannte in ihm ein Feuer. Orwar war der Meinung, dass Jossis Verrat nie gesühnt oder verziehen werden konnte.

Aussehen

Orwar hatte merkwürdige, brennende Augen. Nach seiner Rettung aus der Katlahöhle war seine Kleidung zerfetzt und seine Haare und sein Bart waren so lang und wild, dass sein Gesicht kaum zu sehen war.

Hinter den Kulissen

Darsteller

  • Im Film "Die Brüder Löwenherz" und der gleichnamigen TV-Serie spielte Per Oscarsson die Rolle des Orwar.
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