Die Brüder Löwenherz Wiki
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Karl Löwenherz geborener Karl Löwe war der zweite und jüngste Sohn von Sigrid und Axel Löwe und der kleine Bruder von Jonathan Löwe.

Biografie

Leben auf der Erde

Karl Löwe war neun Jahre alt und war sehr krank. Er musste immer husten und konnte das letzte halbe Jahr nicht mehr zur Schule gehen. Alle wussten, dass er bald sterben musste, nur er selbst nicht, weil niemand mit ihm darüber redete. Auch seine Mitschüler und die Frauen, für die Karls Mutter immer Kleider nähte, wussten es. Eines Tages hörte Karl zufällig, wie eine der Frauen mit seiner Mutter darüber redete. Die Mutter und die andere Frau glaubten, Karl würde schlafen, aber er lag nur mit geschlossenen Augen da. Als Jonathan nach Hause kam, fragte Karl ihn, ob er wusste, dass er bald sterben würde. Jonathan wusste es. Karl hatte Angst vor dem Tod, doch Jonathan tröstete ihn und erzählte ihm, dass er nach seinem Tod ins Land Nangijala fliegen würde, wo es zugeht wie in den Märchen und Sagen, wo Karl und Jonathan viele Abenteuer erleben würden und Karl gesund, stark und sogar hübsch sein würde. Zunächst hatte Karl Angst, ohne Jonathan nicht zurechtzukommen, aber Jonathan beruhigte ihn auch diesmal: Selbst wenn er 90 Jahre alt werden würde, würden in Nangijala nur ungefähr zwei Tage vergehen.

Eines Tages brannte das Haus. Karl lag wieder krank im Bett. Als Jonathan kam, stürzte er ins Haus, obwohl dieses schon lichterloh brannte, um Karl zu retten. Da auch das Treppenhaus schon brannte, mussten die beiden aus dem Fenster springen. Jonathan nahm Karl auf den Rücken und stürzte sich aus dem Fenster. Beim Sturz verletzte er sich so schwer, dass er starb, sagte aber noch zum unverletzt gebliebenen Karl, dass sie sich in Nangijala wieder sehen würden. Danach trugen Leute Jonathan weg.

Karl und seine Mutter zogen in ein anderes Haus ein. Es war dem alten Haus sehr ähnlich, aber Karl war sehr allein, weil Jonathan nicht mehr bei ihm war. Dies machte ihn sehr traurig. Außerdem bekam er Angst, dass das mit Nangijala nicht stimmte, weswegen er viel weinte. Als er eines Abends wieder in sein Kissen weinte, hörte er neben sich ein Gurren. Als er sich umschaute, saß eine schneeweiße Taube am Fenster und schaute ihn freundlich an. Es war Jonathan, der gekommen war, um ihn zu trösten. Er erzählte, dass das mit Nangijala natürlich wahr war und sie dort im Kirschtal auf dem Reiterhof wohnen würden. Danach war Karl nicht mehr so traurig, sondern wartete darauf, nach Nangijala zu kommen. An einem Abend hatte er das Gefühl, dass es diese Nacht so weit sein würde, weswegen er einen kurzen Abschiedsbrief an seine Mutter schrieb.

Ankunft in Nangijala

Plötzlich stand Karl an der Gartenpforte des Reiterhofs und las das Schild "Die Brüder Löwenherz", von dem Jonathan ihm erzählt hatte. Jonathan saß am Fluss und angelte. Die beiden freuten sich sehr über das Wiedersehen und Jonathan zeigte Karl den Reiterhof. Er stellte ihm die Pferde Grim und Fjalar vor, von denen Fjalar Karl gehörte, und zeigte ihm auch die drei Kaninchen. Der erste Abend im Reiterhof gefiel Karl sehr gut.

Im Kirschtal

Am nächsten Tag ritten Karl und Jonathan auf ihren Pferden aus. Dabei fiel Karl auf, dass er reiten konnte, obwohl er zum ersten Mal auf einem Pferd saß. Unterwegs trafen sie eine Bauersfrau mit einem Korb am Arm, die Jonathan als Sophia vorstellte. Sie gab Jonathan den Korb und lud ihn in den Goldenen Hahn ein, damit alle Karl begrüßen konnten. Zu Hause packte Jonathan das Essen aus dem Korb aus und erklärte Karl, dass sich im Kirschtal alle gegenseitig halfen und er sich als Gegenleistung um Sophias Rosenbeete kümmerte. Danach versteckte Jonathan einen Zettel in einem Geheimfach.

Außerdem badeten und angelten Karl und Jonathan im Fluss und Jonathan brachte Karl Bogenschießen bei. Am Abend ritten sie zum Goldenen Hahn. Im Goldenen Hahn lernte Karl zunächst den Wirt Jossi kennen. Danach setzten die beiden sich zu Sophia. Karl fiel auf, dass Sophia irgendwie bekümmert aussah und dass die anderen sie fast ehrfürchtig ansahen. Karl gefiel das Wirtshaus, aber auch die anderen schienen heimlich Kummer zu haben. Auf dem Heimweg fragte Karl Jonathan, was das Besondere an Sophia war. Da hörten sie eine Stimme neben ihnen: Ein Mann mit einem roten Bart und lockigen roten Haaren fragte ebenfalls, was das Besondere an Sophia war. Karl war der Mann schon aufgefallen, weil er im Wirtshaus brummig ausgesehen hatte und nicht mit den anderen gesungen hatte. Jonathan erklärte ihm, dass der Mann Hubert hieß und gut wusste, was das Besondere an Sophia war.

Eines Morgens besuchten Karl und Jonathan Sophia auf dem Tulipahof. Dort wohnte sie mit ihren vielen weißen Tauben, ihren Ziegen, ihren Bienen und einem Garten voller Blumen. Sophia erzählte Jonathan, dass sie Violanta tot mit einem Pfeil in der Brust in der Wolfsschlucht gefunden hatte und die Botschaft fort gewesen war. Dies bedeutete, dass es einen Verräter im Kirschtal gab. Anschließend zeigte Sophia Karl ihren Hof. Jonathan arbeitete in Sophias Garten. Danach schaute Sophia zu den Bergen und sah eine Taube namens Paloma kommen. Sie brachte eine Botschaft mit und machte Frühstück, während Jonathan Karl vom Heckenrosental und dem Tyrannen Tengil aus dem Land Karmanjaka erzählte. Sophia leitete den geheimen Kampf der Einwohner des Kirschtals gegen Tengil. Zu Hause versteckte Jonathan die Botschaft im Geheimfach. In dieser Nacht aber wachte Karl auf und sah, dass ein schwarzer Schatten zur Tür hinausglitt. Er glaubte, geträumt zu haben, aber als er es Jonathan erzählte, meinte dieser, es sei der Verräter gewesen.

Allein auf dem Reiterhof und Aufbruch ins Heckenrosental

Kurze Zeit später verließ Jonathan mit Grim den Reiterhof, um ins Heckenrosental zu reiten und den in der Katlahöhle gefangenen Orwar zu befreien. Karl blieb alleine und traurig zurück. Er versorgte seine Tiere und ritt einmal zum Goldenen Hahn, wo er den fragenden Jossi und Hubert erzählte, Jonathan sei in den Bergen, um Wölfe zu jagen. In dieser Nacht träumte Karl, dass Jonathan um Hilfe rief. Am nächsten Tag beschloss er, dem Hilferuf zu folgen, allerdings durfte Sophia es erst erfahren, wenn er schon fort war, damit sie ihn nicht zurückhalten würde. Dann ließ Karl die Kaninchen frei und schrieb mit Kohle an die Küchenwand: "Jemand rief nach mir im Traum, ihn suche ich in der Ferne hinter den Bergen." Er ging davon aus, dass Sophia verstehen würde, dass Karl ihr damit mitteilen würde, dass er auf der Suche nach Jonathan war, jemand anderes aber nichts verstehen würde. Als Karl plötzlich Angst bekam, lief er in den Stall zu Fjalar, seinem Pferd, und sah, dass Hubert neben ihm stand. Er schenkte Karl eine Hammelfiedel und öffnete die Haferkiste, um Fjalar Hafer zu geben. Da Karl die geheimen Botschaften in der Haferkiste versteckt hatte, ging er nun davon aus, dass Hubert der Verräter war. Aber eine Maus biss Hubert, sodass er nicht näher in die Haferkiste schaute und ging. Karl schrieb ein weiteres Rätsel an die Küchenwand: "Rotbart möchte viele Schimmel haben und weiß zuviel. Vorsicht!" Am nächsten Morgen verließ auch Karl den Reiterhof.

Zunächst machte ihm sein Abenteuer Spaß, auch wenn er Jonathan sehr vermisste und sich Sorgen um ihn machte. Als es dunkel wurde, bekam Karl Angst und hörte Wölfe heulen. Karl schrie vor Angst, was die Wölfe verscheuchte, aber bald kamen sie wieder. Der Leitwolf griff Karl an und wollte sich auf ihn stürzen. Als der Wolf zum Sprung ansetzte, fiel er tot um und hatte einen Pfeil im Kopf, der von Hubert stammte. Nachdem Karl behauptet hatte, dass Jonathan ein Wolfsrudel verfolgt hatte, wollte Hubert ihn wieder mit ins Kirschtal nehmen, aber Karl lehnte ab und meinte, er wolle auf Jonathan warten. Da holte Hubert sein Messer aus dem Gürtel. Karl hatte Angst, dass Hubert ihn töten wollte, aber Hubert erklärte, dass er lediglich dem Wolf das Fell vom Leib ziehen wollte. Karl ritt auf Fjalar weg und tat so, als wolle er Jonathan entgegen reiten. Schließlich fand er eine Grotte, in der Fjalar und er sich ausruhen konnten. Doch in der Nacht erwachte er, weil zwei Tengilsoldaten vor der Höhle Feuer machten. Sie hießen Veder und Kader und trafen sich mit Jossi, welcher der Verräter war, für den Karl Hubert gehalten hatte. Veder und Kader kritisierten es, dass Jossi zu spät kam und nur Brieftauben schoss, obwohl Tengil Sophia in der Katlahöhle sehen wollte. Jossi erinnerte daran, dass auch Hubert beseitigt werden sollte, weil er Tengil genauso hasste wie Sophia. Veder und Kader brannten ihm das Katlazeichen auf. Karl beobachtete alles, entsetzt darüber, dass Jossi, der nett zu ihm gewesen war, der Verräter war und Jonathan verraten hatte. Außerdem plante Jossi, Karl in eine Falle zu locken, damit Jonathan und Sophia Karl helfen würden und Tengils Schergen beide gefangen nehmen konnten. Allerdings war Karl nun gewarnt. Anschließend wollten Veder und Kader ihre Pferde aus der Höhle holen, in der Karl sich versteckte. Es schien ihm auch zu gelingen, unentdeckt zu bleiben, aber dann kam Veder noch mal in die Höhle, weil er seinen Feuerstein vergessen hatte. Dabei stieß er auf Fjalar und Karl, welcher ihm vorlog, bei seinem Großvater im Heckenrosental zu wohnen, um nicht zu verraten, dass er Karl Löwenherz war. Daraufhin musste er mit Veder und Kader reiten, weil sie verlangten, dass er ihnen seinen Großvater zeigte.

Ankunft im Heckenrosental und Wiedersehen mit Jonathan

Um das Heckenrosental herum befand sich eine Mauer, welche die Bewohner auf Tengils Befehl hin hatten bauen müssen, weil er sie für immer als Sklaven in seiner Gewalt halten wollte. Der Oberwächter meinte zunächst, er wolle Karl nicht durchlassen und brüllte, dass Karl in die Katlahöhle gebracht werden solle, aber Veder und Kader überredeten ihn dazu, Karl doch mitnehmen zu dürfen. Während der Suche nach einem Großvater fiel Karl auf, dass die Menschen im Heckenrosental bleich, verhungert und unglücklich aussahen. Da sah Karl einen alten Mann auf einer Bank vor einem weißen Häuschen sitzen und Tauben füttern. Auch eine schneeweiße Taube war dabei, wie Karl sie nur bei Sophia und in der anderen Welt gesehen hatte, als Jonathan ihn dort besucht hatte. Karl sprang von seinem Pferd und flüsterte dem alten Mann zu, er solle ihm helfen und sagen, er sei Karls Großvater. Zum Glück spielte der Mann mit, obwohl Veder und Kader schrecklich mit ihm schimpften. Als sie weg waren, stellte der alte Mann sich als Matthias vor und sagte, er wolle gern Karls Großvater sein. Danach antwortete Karl, dass er einfach Krümel genannt wurde, und entdeckte in Matthias' Küche einen Schrank, wie sie ihn im Kirschtal auch hatten. Darin schlief jemand. Es war Jonathan.

Als beide am nächsten Tag wach waren, erzählten sie sich, was passiert war. Jonathan hatte um Hilfe gerufen, weil er Katla gesehen hatte und war entsetzt und traurig, als er erfuhr, dass Jossi der Verräter war. Er erzählte es Matthias und schrieb eine Botschaft, welche Bianca, die schneeweiße Taube, die Karl gesehen hatte, am Abend zu Sophia bringen sollte. Bianca war extra ins Heckenrosental gekommen, damit Jonathan erfuhr, dass Karl sich auf die Suche nach ihm gemacht hatte.

Es gelang Jonathan, Bianca losfliegen zu lassen, ohne dass der dicke Dodik, ein Tengilsoldat, es bemerkte. Matthias hielt mit einer Laterne Wache. Als Karl und Jonathan ins Haus zurückkehren wollten, sank das Licht der Laterne nach unten. Karl ging zu Matthias, aber Jonathan versteckte sich. Bei Matthias standen Veder und Kader, die mit ihm schimpften, weil es verboten war, nach Sonnenuntergang draußen zu sein, und Karl nach seinem Namen fragte. Karl antwortete, dass er Krümel genannt wurde, weil diesen Namen nur er selbst, Jonathan und Matthias kannten. Matthias wollte wieder ins Haus gehen. Da fragte Kader, ob er jemanden namens Löwenherz gesehen hatte, was Matthias verneinte. Als Veder und Kader fort waren, ging Matthias erneut mit der Laterne raus und bald darauf kam auch Jonathan wieder ins Haus. Karl und Jonathan fütterten Grim und Fjalar und aßen dann zusammen mit Matthias Abendbrot. Dabei aßen sie die Hammelfiedel, die Hubert Karl geschenkt hatte und Jonathan erzählte, wie er mit Grim ins Heckenrosental gesprungen war und dass die Menschen ihn als Befreier verehrten und dass Matthias den geheimen Kampf gegen Tengil leitete. Danach zeigte Jonathan Karl einen Geheimgang, den er gegraben hatte, der in die Wildnis führte. Die Erde benutzte Matthias für seinen Acker. Plötzlich merkte Karl, dass der Mond schien, während Matthias noch arbeitete. Da kletterte Dodik von seiner Mauer und Karl pfiff, um Matthias zu warnen, der sich gleich versteckte. Dodik brüllte Karl an und befahl ihm, mit Pfeifen aufzuhören und die Tür geschlossen zu halten. Anschließend wollte Dodik Wasser haben. Karl bot ihm an, es zu holen, weil er wusste, dass es für Matthias gefährlich werden konnte, wenn Dodik sah, dass Matthias nicht im Haus war. Aber Dodik kam ihm nach, trank und fragte nach Matthias. Karl behauptete, Matthias würde schlafen. Dodik riss die Kammertür auf und Karl bekam Angst, weil er wusste, dass Matthias nicht in seinem Bett lag. Aber dann hörte er Matthias fragen, ob man nicht mal Nachts in Ruhe schlafen kann. Er erinnerte Dodik daran, dass Tengil seinen Männern verboten hatte, von den Bewohnern des Heckenrosentals Wasser anzunehmen, weil diese die Tengilmänner vergiften könnten, und drohte ihm an, das auch zu tun, wenn Dodik ihn noch mal weckte. Daraufhin kehrte Dodik auf seine Mauer zurück.

Begegnung mit Tengil

Jonathan schickte Karl mit Matthias zum Fluss der Uralten Flüsse, damit er Tengil sehen konnte. Tengil ritt einen prächtigen Rappen, sein Ratgeber Pjuke einen Schimmel, der ebenso prächtig war. Tengil redete mit Pjuke, der dann bekannt gab, wie unzufrieden Tengil mit den Menschen im Heckenrosental war. Sie arbeiteten schlecht, schützten Tengils Feinde und Jonathan Löwenherz war immer noch nicht gefunden worden, obwohl Tengil 20 Schimmel als Belohnung ausgesetzt hatte. Ein alter Mann, der nicht klar bei Verstand war, gab Tengil Recht und meinte, er werde Jonathan fangen. Dann merkte Karl, dass es in Wirklichkeit der verkleidete Jonathan war.

Nun mussten alle Männer des Heckenrosentals sich aufstellen und Tengil wählte mit seinem Zeigefinger Männer aus, die nach Karmanjaka gebracht werden sollten, um dort als Sklaven für ihn zu arbeiten und an seiner Festung zu bauen, bis sie tot umfielen. Alle im Heckenrosental weinten. Einer der ausgewählten Männer aber brach aus der Reihe aus, als er seine Kinder weinen hörte, spuckte Tengil ins Gesicht und schrie, dass eines Tages auch Tengil sterben musste. Ein Soldat tötete den Mann mit seinem Schwert. Auf dem Heimweg weinte selbst Jonathan, der sonst nie weinte. Anschließend gab es ein Sauf- und Fressgelage für Tengils Männer. Unterwegs kamen sie an dem Haus vorbei, in dem der Erschlagene gewohnt hatte. Eine Frau namens Antonia schnitt gerade ihre langen, blonden Haare ab. Aus ihnen wollte sie Bogensehnen herstellen, obwohl es im Heckenrosental auch verboten war, Waffen zu besitzen. Trotzdem versteckten alle im Heckenrosental Waffen.

Am Matthishof spielten Dodik und drei andere Tengilmänner mit Würfeln, aßen und tranken und schliefen schließlich ein. Während sie schliefen, stahl Jonathan einen Mantel und einen Helm, um sich als Tengilmann verkleiden zu können. Jonathan versteckte seine Beute im Schlupf, seinem Versteck.

Soldaten auf der Suche nach Jonathan

Von da an suchten Tengils Soldaten wie besessen nach Jonathan, wobei Veder und Kader dies überall verkündeten. Viele Menschen kamen zum Matthishof, um sich von Jonathan zu verabschieden und sich bei ihm zu bedanken. Sie schenkten ihm Brot, obwohl sie selbst nicht genug zu essen hatten. Einmal kamen auch auf den Matthishof Soldaten. Sie brachten das ganze Haus in Unordnung, auf der Suche nach Jonathan, obwohl Matthias sagte, er glaubte, dass es diesen Löwenherz gar nicht gab. Dabei machten sie sich auch an den Schrank, den Weg zum Schlupf, und holten die Kleidung und Schafwolle heraus, mit der Matthias den Schrank zugestopft hatte, damit niemand Jonathan hören konnte. Doch noch bevor die Soldaten Jonathan finden konnten, brannte die Schafwolle auf dem Fußboden. Die Soldaten machten sich sofort ans Löschen, aber Matthias schimpfte trotzdem laut. Als ein Soldat ihn bedrohte, bat Matthias die Soldaten, wenigstens aufzuräumen, aber sie verließen das Haus. Allerdings kam der Soldat mit der Warze kurz darauf wieder, denn er hatte im Stall zwei Pferde gesehen, obwohl im Heckenrosental nur ein Pferd pro Hof erlaubt war. Die Soldaten meinten, dass Fjalar jetzt Tengil gehörte. Matthias musste sein Namenszeichen auf ein Holzplättchen setzen, was bedeutete, dass er Tengil das Pferd mit Freuden gibt. Als die Soldaten weg waren, überlegte Jonathan etwas. Karl verriet ihm die Parole für das Große Tor: "Alle Macht Tengil, dem Befreier!", die er von Jossi gehört hatte. Dies freute Jonathan sehr und er verabschiedete sich von Karl, um mit dem Gepäck vorauszugehen, weil er noch etwas erledigen musste. Zuvor aber bat er Matthias, für Karl zu sorgen, wenn Jonathan es nicht schaffen sollte. Danach lief Karl zu Fjalar und gab ihm zum letzten Mal Hafer. Dabei weinte er und überlegte, ob er besser im Kirschtal geblieben wäre. Daraufhin kam Jonathan, der sich als Tengilmann verkleidet hatte, und nahm Grim und Fjalar mit.

Karl fragte, was mit ihm passieren sollte. Matthias sagte es ihm: Karl musste, wenn es dunkel war, durch den Gang kriechen, in der Hoffnung, dass Jonathan auf der anderen Seite auf ihn warten würde. Außerdem sagte Matthias, dass Karl bei ihm bleiben würde, wenn alles schief gehen sollte. Da fiel Karl ein, was geschehen sollte, wenn der echte Tengilmann kam, um Fjalar abzuholen. Deshalb holte Matthias schnell sein eigenes Pferd zurück, das er auf dem Nachbarhof untergebracht hatte, während Grim in seinem Stall gestanden hatte. Der Tengilmann schimpfte, weil Matthias ihm das Pferd nicht geben wollte. Es gelang Matthias, ihn davon zu überzeugen, dass ein Irrtum passiert war und schon ein anderer Tengilmann das Pferd für Tengil abgeholt hatte. Karl wunderte sich, weil Matthias keine Angst zu haben schien, aber Matthias zeigte seine Angst nur nie.

Als es dunkel wurde, verabschiedeten Karl und Matthias sich voneinander. Danach kroch Karl in den Gang und sprach sich selbst Mut zu. Als er an seinem Ziel angekommen war, wartete Jonathan schon mit Grim und Fjalar auf ihn.

Die Reise nach Karmanjaka

Am nächsten Morgen war es neblig. Karl fror und Grim und Fjalar ähnelten für ihn grauen Gespensterpferden. Karl machte der Nebel traurig und er sehnte sich wieder in Matthias' Küche, allerdings versuchte er, es Jonathan nicht merken zu lassen. Jonathan meinte, dass es noch schlimmer werden würde. Plötzlich brach die Sonne durch. Der Nebel verschwand und Karls Laune wurde besser. Jonathan befahl Karl, sich die Stelle zu merken: Die Tanne, unter der die Brüder geschlafen hatten, einen großen Stein und die Haselsträucher. Auf dem Weg sahen sie eine von Sophias weißen Tauben, die Jonathan sofort als Paloma erkannte. Sie flog direkt zum Matthishof. Jonathan gefiel es nicht, dass nur Matthias dort sein würde, um Palomas Botschaft zu lesen. Anschließend kündigte Jonathan Karl an, dass er einen Wasserfall zu sehen bekommen würde, wie er ihn sich nie hätte träumen lassen. Sie ritten durch einen richtigen Märchenwald. Obwohl Karl die nassen Zweige ins Gesicht schlugen, gefiel es ihm, das Sonnenlicht zwischen den Stämmen hindurchsickern zu sehen, die Vögel zwitschern zu hören und den Geruch von nassen Bäumen und feuchtem Gras und von den Pferden einzuatmen. Am besten fand er es, dass Jonathan dabei war. Unterwegs kamen sie an eine kleine graue Hütte. Dort wohnte Elfrida, eine alte Frau mit ihren Ziegen. Sie gab den Brüdern Ziegenmilch. Dazu aßen sie Brot und Walderdbeeren, die Karl pflückte. Da Elfrida viele Menschen im Heckenrosental kannte, fragte sie Jonathan, ob sie noch lebten, doch das Meiste, das Jonathan ihr erzählte, musste Elfrida wehtun. Anschließend erreichten sie den Fluss der Uralten Flüsse, in dem sie badeten. Dazu mussten sie sich an einem Ast festklammern und ins Wasser tauchen. Karl spürte dabei das Rauschen des Karmafalls. Nach dem Baden hockten Karl und Jonathan in einer Baumkrone. Da sah Karl Tengilsoldaten kommen. Sie waren zu sechst und stiegen von ihren Pferden, um zu rasten. Einer der Soldaten trieb sein Pferd auf Karl und Jonathan zu. Karl war froh, dass Jonathan und er gut versteckt saßen. Die anderen Soldaten nannten ihren Kameraden Park und rieten ihm, vom Fluss wegzubleiben. Aber Park lachte und meinte, dass er den anderen eine Lage Bier spendierte, wenn er nicht lebend zur Klippe und wieder zurück kam. Parks hübsche, kleine Stute weigerte sich, den Fluss zu betreten. Als Park sie mit den Fäusten auf den Kopf schlug, gehorchte sie aber doch, weil sie Angst hatte. Die Strömung ergriff die Stute. Als Park merkte, dass er nicht zurück ans Ufer konnte, war es schon zu spät. Jonathan half Park aus dem Wasser und versuchte dann, auch der Stute zu helfen. Anfangs gelang es ihm nicht, aber Park brüllte, Jonathan solle die Stute loslassen und Park würde sich einen von zwei anderen Gäulen nehmen, die im Wald herumstreunten. Der Zorn verlieh Jonathan die Kraft, Parks Stute doch noch zu retten. Danach schimpfte er mit Park, da er mit den Gäulen Grim und Fjalar meinte. Park sagte kein Wort, stapfte davon und bald darauf war er mit dem ganzen Trupp verschwunden.

Am Abend saßen Karl und Jonathan an einem Lagerfeuer. Die Berge sahen so riesig und überwältigend aus, dass Karl nicht glaubte, dass sie Wirklichkeit waren, sondern meinte, sie kämen aus einem Urzeittraum. Zuvor standen sie auf der Hängebrücke, die Tengil hatte errichten lassen und die Nangijala und Karmanjaka voneinander trennte. Am Lagerfeuer unterhielten sie sich. In dieser Nacht gab es ein heftiges Unwetter mit Blitz und Donner. Im Licht eines heftiges Blitzes sah Karl Katla und wurde ohnmächtig. Als er wieder zu sich kam, erklärte Jonathan ihm, dass Katla ein Drachenweibchen war und man glaubte, dass sie Tausende von Jahren in der Katlahöhle geschlafen hatte, ohne dass jemand von ihr wusste. Eines Morgens war sie aufgewacht, in Tengils Burg gekommen und hatte die Menschen mit ihrem Feueratem angegriffen. Tengil war um sein Leben gerannt und wollte mit einer Kriegslure seine Soldaten zu Hilfe rufen. Da Katla die Lure fürchtete, wurde sie zahm, als sie sie hörte und gehorchte Tengil seitdem. Jonathan erzählte Karl, dass Tengil Katla an eine goldene Kette angekettet in eine Höhle am Karmafall hielt, außer, wenn er sie mitnahm, um die Menschen zu erschrecken. Der Hilferuf, den Karl auf dem Reiterhof in seinem Traum gehört hatte, stammte von Jonathan, als er Katla einmal im Heckenrosental gesehen hatte. Karl hatte Angst, aber Jonathan versuchte, ihn zu beruhigen: Katla war angekettet und konnte nur so weit kommen, wie die Kette reichte, also bis zu dem Felsen, an dem Karl sie gesehen hatte. Meistens starrte sie von dort aus in den Karmafall. Jonathan meinte, dass sie vielleicht Karm suchte, einen Lindwurm aus einer Sage, von dem Elfrida ihm erzählt hatte. Elfrida hatte ihm auch erzählt, dass man den Kindern Sagen und Märchen von Katla und Karm erzählt hatte, als sie noch ein Kind gewesen war. Karl meinte, Katla hätte ein Märchen bleiben können, was auch Elfrida gesagt hatte.

Dann ritten sie zur Katlahöhle. Katla sah sie und brüllte, was ein Warnzeichen war, das bis zu Tengils Burg hinauf zu hören war. Deshalb mussten Karl und Jonathan weiter reiten, damit Tengils Soldaten sie nicht entdeckten. Sie versteckten ihre Pferde in einer Felskluft unterhalb des Katlabergs. Danach beschloss Jonathan, einen anderen Weg in die Katlahöhle zu finden, da es das Bronzetor schon gegeben hatte, als Katla noch geschlafen hatte. Schließlich befanden sie sich über der Felswand mit dem Bronzetor. Drei Tengilmänner standen dort und spielten mit Würfeln. Ein vierter kam mit einem leeren Essnapf. Die Tengilmänner sprachen darüber, dass Katla noch an diesem Abend auf Orwar wartete. Karl und Jonathan kehrten traurig zu ihren Pferden zurück. Sie glaubten, es sei zu spät, um Orwar noch helfen zu können. Aber dann kam ein Fuchs aus der Katlahöhle. Jonathan fand den Eingang und Karl und Jonathan betraten die Grotte, obwohl Jonathan Karl anbot, bei den Pferden zu warten. In der Katlahöhle war es sehr dunkel. Sie mussten kriechen und zum Teil schwimmen. Einmal fiel Karl beinahe in einen Abgrund, aber Jonathan rettete ihn. Allerdings verlor Karl dabei eine Fackel. Sie kamen durch einen sehr engen Gang in eine große Höhle, in der sie Orwar fanden. Nachdem Jonathan gesagt hatte, wer er war und warum er gekommen war, kam jedoch ein Tengilmann durch das Bronzetor. Karl weinte. Der Tengilmann stellte eine Laterne in Orwars Käfig und kündigte ihm an, dass die Schwarzen Schergen schon unterwegs seien, um ihn zu Katla zu bringen.

Orwars Rettung und Flucht aus Karmanjaka

Es gelang den Brüdern, Orwars Käfig zu zerstören. Jonathan schleppte Orwar in den Bereich, aus dem die Brüder gekommen waren. Doch dann hörten sie das Tor quietschen und versteckten sich. Mehrere Tengilmänner mit Laternen kamen und merkten, dass Orwar geflohen war. Jonathan führte Orwar durch den Gang, während Karl kaum genug Kraft hatte, sich selbst aus dem Gang zu schleppen. Die Tengilmänner brachten Bluthunde mit, doch diese trauten sich nicht, Karl, Jonathan und Orwar zu verfolgen. Als sie bei Grim und Fjalar ankamen, war es schon Morgen. Alle drei schliefen erschöpft ein. Erst Abends wurden sie wach und Jonathan meinte, dass sie aus Karmanjaka raus mussten, bevor es dunkel wurde. Orwar konnte es kaum fassen, dass er frei war und bedankte sich bei Jonathan und Karl für seine Rettung. Außerdem erzählte Jonathan ihm von Sophia, Matthias und Jossi, wozu Orwar meinte, dass es nie gesühnt oder verziehen werden konnte, was Jossi getan hatte. In einem Bach wuschen Karl, Jonathan und Orwar Schmutz und Blutspuren ab. Als sie weiter reiten wollte, sahen sie sechs Tengilmänner auf sie zukommen. Die drei ritten auf ihre Feinde zu, deren Anführer Park war. Orwar gab Karl und Jonathan als Gefangene aus. Park und seine Männer ritten zuerst weiter, doch dann überlegten sie und Park rief, er wolle sich die Gefangenen näher ansehen. Orwar, Jonathan und Karl ritten schnell davon, doch Park und sein Trupp verfolgten sie. Nun wussten sie, wen sie jagten. Park gewann immer mehr an Boden. Karl wusste, warum: Jonathan konnte nicht so schnell reiten wie alleine, weil er auf Karl Rücksicht nehmen musste. Aber er hatte eine Idee: Hinter einer Biegung, wo Park und die anderen Tengilmänner es nicht sehen konnten, sollte Jonathan ihn abwerfen, um schneller reiten zu können. Nachdem dies getan war, holte Jonathan Orwar ein und sie flohen weiter. Karl aber versteckte sich zuerst in einer Mulde und als Park und die anderen Tengilmänner nicht mehr zu sehen waren, in dem Weidenbaum, wo Jonathan und er gebadet hatten. Nachdem Orwar bei Matthias in Sicherheit war, wollte Jonathan Karl dort abholen. Karl fiel ein Ruderboot am Ufer des Flusses auf. Zudem sah er den Katlaberg und dachte an die Katlahöhle und wünschte sich, dass Jonathan und Orwar sicher bei Matthias ankamen.

Wiedersehen mit Sophia

Als es dämmerte, wurde Karl zuerst schläfrig und dann ängstlich. Plötzlich sah er aber eine Frau zu Pferd. Es war Sophia, die gleich zu ihm kam. Bei ihr waren Hubert und Jossi. Dies entsetzte Karl, weil Jossi der Verräter war. Sophia erklärte Karl, dass Jossi Hubert und ihr zeigen wollte, wo man am besten die Mauer für den Kampf durchbrechen konnte. Aber Karl wusste es besser: Jossi wollte die beiden in eine Falle locken. Deshalb fragte er Sophia, wie es der Taube Bianca ging, woraufhin sie antwortete, dass Bianca nie aus dem Heckenrosental zurückgekehrt war. Auf Sophias und Jossis Fragen nach Jonathan antwortete Karl, dass Jonathan Orwar befreit hatte, woraufhin Jossi blass wurde, während Sophia und Hubert jubelten. Jossi wollte schnell weiter und Karl sagte, dass Jossi der Verräter war. Er entschuldigte sich auch bei Hubert für seinen falschen Verdacht, aber Sophia und Jossi wurden wütend, denn Sophia glaubte Karl nicht. Doch da fiel Karl etwas ein und er rief Jossi zu, er solle den anderen zeigen, was er auf der Brust hatte. Jossi wurde so bleich, dass es auch Sophia und Hubert merkten. Zuerst befahl Hubert, dann Sophia, dass Jossi ihnen seine Brust zeigen sollte. Als Sophia auf Jossi zuging, stieß er sie mit dem Ellbogen weg. Daraufhin packte Sophia Jossi, riss sein Hemd auf und entdeckte das Katlazeichen. Jossi wollte fliehen, aber Hubert vertrat ihm den Weg zu seinem Pferd, sodass Jossi ins Ruderboot sprang und Sophia drohte, sie hart zu bestrafen. Er versuchte zu rudern, aber er wurde ins Wasser geschleudert. Karl weinte und wollte Jossi retten, obwohl er ein Verräter war. Es gab aber keine Rettung mehr für Jossi, er versank und kam zum Karmafall.

Vor dem großen Kampf

Jonathan, Orwar und Matthias besprachen in Matthias' Küche den großen Kampf. Abends kamen die Menschen zum Matthishof, um Orwar und Jonathan zu sehen. Sie konnten den Kampf kaum abwarten, da Tengil nach Orwars Flucht noch grausamer geworden war als zuvor. Auch aus dem Kirschtal kamen viele Kämpfer. Sophia und Hubert hatten ein Versteck bei Elfrida. Manchmal benutzte Sophia den Geheimgang und sprach mit den anderen über den Kampf. Dabei bedankte Sophia sich immer bei Karl für ihre Rettung und Orwar bezeichnete ihn als Helden, aber dann musste Karl an Jossi im Wasser denken und wurde traurig. Außerdem begleitete er Matthias, wenn dieser in einem Rucksack Brot an die Menschen im Heckenrosental verteilte, das Sophia aus dem Kirschtal bringen ließ. Dabei sah Karl, wie sehr die Menschen im Heckenrosental litten und den Kampf herbei sehnten. Auch wenn er Angst hatte, sehnte auch er den Kampf herbei. Zum Glück bemerkten die Tengilmänner weder Jonathan und Orwar im Schlupf noch den Geheimgang.

Am Vorabend des Kampfes konnte Karl nicht schlafen und hörte Jonathan, Matthias und Orwar über den Kampf reden. Der Plan bestand darin, zuerst die Wachen am Flusstor und am Großen Tor niederzukämpfen. Durch das Große Tor sollte Sophia mit ihren Kampfgefährten ins Heckenrosental einreiten, durch das Flusstor Hubert. Dann wollten sie alle Tengilmänner besiegen und die Tore wieder schließen, bevor Tengil mit Katla kommen konnte. Die Mauer und die Tore würden das Heckenrosental dann vor Katla schützen. Außerdem wollten Sophia, Jonathan und Orwar noch am selben Abend mit Gefährten in Tengils Burg eindringen, um Tengil fertig zu machen. Katla sollte in ihrer Höhle bleiben, bis sie ausgehungert sei und man sie töten konnte. Jonathan meinte, er könne nicht töten, was Orwar und Matthias kaum verstanden. Orwar meinte, das Böse würde bis in alle Ewigkeit herrschen, wenn alle so wären wie Jonathan, aber Karl widersprach und sagte, dass es überhaupt nichts Böses gäbe, wenn alle so wären wie Jonathan.

Der große Kampf

Am Morgen des Kampfes wartete Karl in Matthias' Küche und sah zu. Er sah, dass Veder von Sophias Speer getroffen wurde, während Kader und Dodik Orwars Schwert zum Opfer fielen. Jonathan wurde immer blasser. In seiner Angst sagte Karl zu Fjalar, dass er auch sterben wollte, wenn Jonathan sterben würde. Schließlich ertönte eine Kriegslure: Das Zeichen für Katlas Ankunft. Katla tötete jeden, auf den Tengil zeigte. Karl glaubte, dies sei das Ende für das Heckenrosental, aber Jonathan ritt auf Tengil zu und schaffte es, ihm die Kriegslure zu entreißen. Dadurch hatte er die Kontrolle über Katla, die Tengil tötete. Damit war der Kampf zu Ende.

Nach dem Kampf

Obwohl das Heckenrosental wieder frei war, weinten viele Menschen. Viele waren tot, darunter Matthias und Hubert, der nicht einmal durch das Flusstor gekommen war, weil er schon dort auf Tengil, seine Soldaten und Katla getroffen war. Orwar hatte einen Schwerthieb über den Rücken bekommen, aber er schien ihn nicht zu spüren oder sich nicht darum zu kümmern. Sophia, der nichts passiert war, kam zum Matthishof, um sich zu verabschieden, bevor sie ins Kirschtal zurückkehrte. Sie wollte Karl mitnehmen, aber er blieb bei Jonathan. Orwar bat Jonathan, dem Heckenrosental noch ein letztes Mal zu helfen, indem er Katla in ihre Höhle zurückbrachte. Karl und Jonathan ritten auf Fjalar und Grim, während Katla sie verfolgte und Jonathan ab und zu in die Kriegslure blies, damit Katla gehorchte. Am Karmafall sah Katla ihren Felsen und fauchte. Ihr Atem traf Grims Hinterbeine, wodurch Jonathan die Kriegslure verlor. Katla brüllte und spie Feuer und die Brüder flohen. Als sie in den Bergen von Karmanjaka waren, sahen sie Katla auf ihrer Felsplatte stehen. Weil Grim und Fjalar erschöpft zusammen brachen, hatte Katla es nicht mehr eilig. Jonathan entschuldigte sich bei Karl, weil er das Horn hatte fallen lassen. Die Brüder hatten sich hinter einem großen Stein versteckt. Jonathan wurde wütend, schrie Katla an, sie solle Krümel nicht anrühren, und warf den Findling. Er tötete Katla nicht, aber er traf sie. Dadurch fiel sie in den Karmafall. Nun merkten Karl und Jonathan, dass Karm kein Märchen war, denn sie sahen Katla und Karm gegeneinander kämpfen. Sie schlugen und bissen sich gegenseitig tot und fielen den Karmafall hinab. Danach brachten Grim und Fjalar die Brüder wieder nach Nangijala. Dort sanken sie erneut nieder und waren sogar zu erschöpft zum Trinken.

Nangilima

Karl und Jonathan machten sich ein Lagerfeuer an der Stelle, an der Karl Katla zum ersten Mal gesehen hatte. Jonathan meinte, dass die Pferde sich nur ausruhen mussten. Danach erzählte er Karl auf seine Frage hin, dass Matthias jetzt in Nangilima war. Er lebte dort im Apfeltal. In Nangilima waren die Sagen und Märchen jetzt schön. Jonathan meinte, dass Karl und er jetzt in Nangilima sein müssten, um Matthias bei der Apfelernte zu helfen, weil er zu alt war, um auf eine Leiter zu steigen. Sie könnten durch die Wälder reiten und sich an den klaren, kleinen Seen dort Lagerfeuer machen. Jonathan meinte auch, dass Sophia und Orwar ihn jetzt nicht mehr brauchten. Danach musste Jonathan Karl sagen, dass eine winzige Flamme von Katlas Feuer ihn auf der Flucht getroffen hatte und ihn lähmen würde. Um wieder gesund zu werden, müsste er nach Nangilima kommen. Karl wollte mitkommen. Da Grim und Fjalar durch Katlas Feuer tot waren, würden sie schon auf dem Weg zum Apfeltal warten. Zudem könnten Karl und Jonathan unterwegs in einem See baden und wären trotzdem bei Matthias, bevor dieser die Suppe fertig hatte. Die beiden entschieden sich, in einen Abgrund zu springen. Allerdings konnte Jonathan sich schon nicht mehr bewegen, sodass Karl ihn auf den Rücken nahm. Obwohl Karl Angst hatte, wagte er den Sprung und rief danach, dass er das Licht von Nangilima sah.

Nach dem Buch

Aus einem Brief von Astrid Lindgren geht hervor, wie es den Brüdern weiter erging:

Matthias weinte vor Freude, als Karl und Jonathan auf dem Matthishof im Apfeltal ankamen. In einer Ecke in Matthias' Obstgarten stand ein riesiger Apfelbaum, in dem Karl sich mit Jonathans Hilfe eine Hütte baute. Matthias kletterte auch einmal hoch, aber bald wieder runter. Auch ein Pferdestall gehörte zum Matthishof. Dort lebten Grim, Fjalar und Matthias' graues Pferd Sturkas. Jonathan und Karl ritten durch die Wälder, so wie Jonathan es angekündigt hatte. In den Wäldern von Nangilima lebten Wildhunde. Einer von ihnen kam eines Abends an ein Lagerfeuer von Karl und Jonathan und Karl streichelte ihn. Der Wildhund blieb bei ihm und bekam den Namen Mecke.

Jonathan erzählte Karl, dass Tengil nach Lokrume gekommen war und es ihm dort nicht besonders schlecht ging, er aber auch niemanden mehr quälen oder unterdrücken konnte. Dort traf er auch Jossi, aber die beiden starrten sich nur an, machten kehrt und gingen ihrer Wege. Über Katla und Karm vermutete Jonathan, dass sie nach Sorokaste gekommen waren, aber er erzählte nichts weiter über diesen Ort.

Später kam auch die Mutter von Karl und Jonathan nach Nangilima. Zuerst war sie in Nangijala gewesen und Sophia hatte sich um sie gekümmert, bevor beide zusammen nach Nangilima kamen. Die beiden wohnten in einem Haus in der Nähe des Matthishofes.

Persönlichkeit

Als Karl noch auf der Erde lebte, wünschte er sich, gesund zu sein. Wegen seiner Krankheit musste er immer husten. Außerdem hatte er Angst vor dem Tod. Er bewunderte seinen Bruder Jonathan sehr und war sehr traurig und allein, nachdem Jonathan gestorben war. Doch Jonathan kam in Gestalt einer weißen Taube zu ihm und tröstete ihn, so wie er es schon oft getan hatte, als er noch gelebt hatte.

In Nangijala gefiel ihm das friedliche Leben im Kirschtal zuerst und er freute sich, dass er gesund war, doch als er von Tengil erfuhr, bekam er Angst. Er wollte zuerst nicht, dass Jonathan ins Heckenrosental ritt, weil er Angst hatte, Jonathan könnte etwas passieren und er wäre wieder allein. Obwohl er Angst hatte, folgte er Jonathan ins Heckenrosental. Später begleitete er ihn bei Orwars Befreiung aus der Katlahöhle, wobei er immer noch Angst hatte, aber Jonathan nannte ihn einmal "mutig". Wenn Karl traurig war, lief er zu seinem Pferd Fjalar, was ihn tröstete. Auch als er während des großen Kampfes alleine in Matthias' Haus wartete, war Fjalar bei ihm. Karl sagte zu ihm, dass auch er sterben wollte, wenn Jonathan sterben würde.

Aussehen

Karl hätte strähnige Haare und eine Knubbelnase. Auf der Erde waren seine Beine krumm, aber in Nangijala waren sie kerzengerade. Außerdem sah Karl in Nangijala ganz gesund aus.

Hinter den Kulissen

Darsteller

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